OPEN CALL
OPEN CALL – Gruppenausstellung
Metamorphosen – 80 Jahre Südtiroler Künstlerbund
Gruppenausstellung im Kunstraum Schwaz Winter 2026/27
Gruppenausstellung beim Südtiroler Künstlerbund in Bozen 2027 (Datum noch nicht bekannt)
Auslober der Ausschreibung
Kunstraum Schwaz
Palais Enzenberg
Franz-Josef-Str. 27/1
6130 Schwaz
Tirol / Österreich
T +43 5242 73983
office@kunstraum-schwaz.at
www.kunstraum-schwaz.at
in Zusammenarbeit mit
Südtiroler Künstlerbund
Weggensteinstraße 12 A
39100 Bozen
T +39 0471 977037
info@kuenstlerbund.org
www.kuenstlerbund.org
Gegenstand der Ausschreibung
Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Südtiroler Künstlerbundes lädt der Kunstraum Schwaz in Tirol zu einer grenzüberschreitenden Gruppenausstellung ein, die im Winter 2026/27 in Schwaz und im Jahr 2027 in Bozen gezeigt wird.
Hierzu werden im Rahmen dieser Ausschreibung drei Künstler:innen aus Südtirol und drei Künstler:innen aus Schwaz/Tirol ausgewählt, um gemeinsam auszustellen.
Die sechs ausgewählten Positionen nehmen an beiden Ausstellungen – in Schwaz und in Bozen – teil.
Die Finanzierung wird durch beide Auslober und deren Fördergeber getragen.
Konzept der Ausstellung
Die Ausstellung widmet sich den Themen Metamorphose und Transformation – als künstlerischen Prozessen ebenso wie als Ausdruck gesellschaftlicher, kultureller und institutioneller Veränderungen. Das Jubiläum bildet den Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit den Entwicklungen, Brüchen und Kontinuitäten, die Künstler:innen und kulturelle Netzwerke über Jahrzehnte hinweg prägen.
Im Zentrum der Ausstellung steht der Dialog zwischen zeitgenössischen Künstler:innen aus Südtirol und Schwaz sowie ausgewählten historischen Positionen von Hans Weber-Tyrol (1874–1957) und Peter Fellin (1920–1999). Ihre Werke verweisen auf gemeinsame kunsthistorische Bezugspunkte und eröffnen einen Resonanzraum, in dem sich Fragen nach Identität, Erinnerung, Wandel und regionaler Zugehörigkeit neu stellen. Beide Künstlerpositionen wirkten künstlerisch jeweils in Südtirol und Schwaz und waren Mitglieder beider Künstlervereinigungen.
Die historischen Arbeiten werden dabei nicht als Rückblick verstanden, sondern als aktive Gesprächspartner der Gegenwart. Im Zusammenspiel mit den aktuellen Positionen entstehen neue Lesarten, die zeigen, wie künstlerische Fragestellungen über Generationen hinweg weitergeführt, verändert oder bewusst neu interpretiert werden.
Die Kooperation zwischen Kunstraum Schwaz und dem Südtiroler Künstlerbund versteht sich als Beitrag zu einem gemeinsamen Kulturraum, der durch Austausch, Mobilität und vielfältige historische Beziehungen geprägt ist. Die Ausstellung begreift Nord- und Südtirol nicht als Gegenüber, sondern als miteinander verbundene Regionen, deren kulturelle Entwicklungen sich über lange Zeiträume gegenseitig beeinflusst haben und bis heute neue Impulse für die zeitgenössische Kunst setzen.
Ein begleitendes Vermittlungsprogramm greift die Geschichte von Künstler als Orte des Austauschs, der Selbstorganisation und der kulturellen Teilhabe auf und lädt dazu ein, ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft gemeinsam zu diskutieren.
Die Werke von Hans Weber-Tyrol und Peter Fellin werden vom Kooperationspartner Rabalderhaus Schwaz, Museum / Galerie zur Verfügung gestellt.
Künstlerische Aufgabenstellung
Gesucht werden zeitgenössische künstlerische Positionen, die sich mit dem Thema Metamorphose und Transformation auseinandersetzen und einen eigenständigen Beitrag zur Ausstellung leisten.
Eingereicht werden können:
- bestehende Werke
- Konzepte für neu zu produzierende Arbeiten
- Konzepte zur Weiterentwicklung oder Transformation bestehender Werke
Alle künstlerischen Medien und Ausdrucksformen sind zugelassen.
Es bietet sich an, eine bestehende Arbeit für den weiteren Ausstellungsort in Bozen zu erweitern und zu transformieren, um im Sinne der Gruppenausstellung eine Metamorphose über Zeit, Raum und Grenze zu initiieren.
Eine solche Transformation ist ausdrücklich erwünscht, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Sie kann vielmehr selbst Teil des künstlerischen Prozesses werden: Ein Werk verändert sich über Zeit, Raum und Grenze und reagiert auf einen neuen Ort und Kontext.
Teilnahme
Die Ausschreibung richtet sich an Künstler:innen und Kollektive aus unterschiedlichen künstlerischen Bereichen, die in Südtirol geboren sind oder dort ihren Wohnsitz haben, bzw. in Schwaz/Tirol geboren sind oder dort ihren Wohnsitz haben.
Bei Bewerbungen von Kollektiven muss mindestens ein Mitglied die jeweiligen Teilnahmevoraussetzungen erfüllen.
Ausgewählt werden insgesamt sechs zeitgenössische Positionen: drei aus Südtirol und drei aus Schwaz/Tirol.
Honorar, Produktion und Spesen
Jede ausgewählte künstlerische Position erhält für die Teilnahme an den Ausstellungen ein einmaliges Honorar von 650 € netto.
Bestehende Werke
Für die Präsentation eines bestehenden Werks in Schwaz und Bozen wird zusätzlich zum Honorar eine einmalige Leihgebühr von insgesamt 100 € netto für beide Ausstellungen bezahlt.
Neuproduktionen
Für die Neuanfertigung eines Werks steht zusätzlich zum Honorar ein Produktionsbudget von bis zu 500 € brutto zur Verfügung. Die geplanten Produktionskosten sind bereits in der Bewerbung nachvollziehbar darzustellen.
Reise und Übernachtung
Für die Teilnahme an der Ausstellungseröffnung wird eine Übernachtung organisiert und übernommen. Zusätzlich wird ein Fahrtkostenzuschuss von bis zu 100 € brutto gewährt.
Transport und Installation
Der Transport der ausgewählten Werke zu den Ausstellungsorten sowie die Installation werden von den Veranstaltern organisiert und finanziert.
Die konkreten Modalitäten für Anlieferung, Weitertransport zwischen Schwaz und Bozen sowie Rücktransport werden nach erfolgter Auswahl direkt mit den Künstler:innen abgestimmt.
Jury und Auswahl
Die Auswahl der sechs zeitgenössischen Positionen erfolgt durch eine Fachjury mit Vertreter beider Kooperationspartner sowie externen Fachpersonen aus dem Bereich der zeitgenössischen Kunst. Zusammensetzung Jury:
· Karin Pernegger, Kuratorin und Leiterin des Kunstraum Schwaz
· Günther Dankl, Obmann und Kurator am Rabalderhaus Schwaz, Museum / Galerie
· Silvia Höller, Kuratorin und Leiterin der RLB Kunstbrücke, Innsbruck
Bei der Auswahl werden insbesondere folgende Kriterien berücksichtigt:
- künstlerische Qualität und Eigenständigkeit
- inhaltliche Auseinandersetzung mit Metamorphose und Transformation
- Qualität und Schlüssigkeit des eingereichten Werks bzw. Konzepts
- Bezug zum Ausstellungskonzept
- Potenzial für den Dialog mit den weiteren zeitgenössischen und historischen Positionen
- technische, räumliche und finanzielle Umsetzbarkeit
Bei Konzepten, die eine Weiterentwicklung oder Transformation zwischen Schwaz und Bozen vorsehen, wird zusätzlich berücksichtigt, wie nachvollziehbar diese Veränderung als Teil des künstlerischen Konzepts gedacht ist.
Die Entscheidung der Jury ist endgültig.
Zeitplan
- 1. Oktober 2026 Veröffentlichung der Ausschreibung
- 20. Oktober 2026 Einreichfrist für Bewerbungen
- 30. Oktober 2026 Bekanntgabe der ausgewählten Projekte
- 1. Dezember 2026, 19 Uhr Ausstellungseröffnung
- Ausstellungsdauer: 1. Dezember 2026 bis Mitte Februar 2027
2027: Ausstellung beim Südtiroler Künstlerbund in Bozen – genauer Zeitraum wird bekannt gegeben
Bewerbung
Die Bewerbungen sind bis zum 20. Oktober 2026 per E-Mail zu senden an: Karin Pernegger karin.pernegger@kunstraum-schwaz.at
Folgende Unterlagen sind in einer einzigen PDF-Datei einzureichen:
- Ein kurzer Lebenslauf und Portfolio (max. 5 Seiten) sowie gegebenenfalls ein Link zum digitalen Portfolio
- Eine kurze Projektbeschreibung zur geplanten Einreichung eines bestehenden Werks und/oder Konzept für eine Werkproduktion bzw. Werktransformation (max. 3 Seiten)
- Angaben zu Material, Technik und Maßen
- bei Neuproduktionen eine kurze Kostenkalkulation
- gegebenenfalls Angaben zu besonderen technischen oder räumlichen Anforderungen für Transport und Installation
Die eingereichten Unterlagen müssen eine ausreichende Beurteilung der künstlerischen Idee sowie ihrer technischen und finanziellen Umsetzbarkeit ermöglichen.
Unvollständige Bewerbungen oder Bewerbungen, die nach Ablauf der Frist eingehen, können nicht berücksichtigt werden.
Peter Fellin, Schöpfer, 1954/55, Foto: Johannes Plattner
Hans Josef Weber-Tyrol, o.J., Foto: Johannes Plattner
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